Leistungsprüfung erfolgreich abgelegt

Zwei Gruppen, zwölf Aktive: Wir haben die Leistungsprüfung „Die Gruppe im Löscheinsatz“ erfolgreich abgelegt. Die Prüfung ähnelt einem echten Einsatz: Eine Gruppe aus einem Gruppenführer und acht Einsatzkräften muss einen Löscheinsatz nach den Vorgaben der Feuerwehr-Dienstvorschrift 3 abarbeiten. Diese Vorschrift regelt das Vorgehen von Trupps, Staffeln und Gruppen im Einsatz. Bei uns stand die Variante III auf dem Programm, der Innenangriff mit Wasserentnahme aus dem Hydranten. Zuerst sichern wir die Straße ab, dann steht die Wasserversorgung, und schließlich gehen wir mit zwei Strahlrohren zum Löschangriff vor. Als Angriffsziel dienen mit Wasser gefüllte Eimer, die von ihrer Unterlage gespritzt werden müssen. Den Einsatz unter Atemschutz, also mit Geräten, die in verrauchten Räumen die Atemluft liefern, deuten wir nur an: Die Atemluftflaschen bleiben aus Gründen der Einsatzbereitschaft geschlossen.

Hinzu kommen Knoten und Stiche, die uns mit der Feuerwehrleine in vorgegebener Zeit gelingen müssen, sowie je nach Stufe Zusatzaufgaben: Fragen zur Ersten Hilfe (Stufe 4), das Erkennen von Gefahrgut- und Hinweiszeichen (Stufe 5) oder Testfragen (Stufe 6). Wer in der Gruppe welche Funktion übernimmt, entscheidet das Los.

Unsere Stufen reichten von 1 bis 6: Vier von uns legten Stufe 1 ab, zwei Stufe 2, zwei Stufe 4, drei Stufe 5 und einer die höchste Stufe 6. Lukas Wagner erhielt dafür das Leistungsabzeichen in Gold mit roter Unterlegung. Weil zwischen den Stufen jeweils zwei Jahre Wartezeit liegen, ist Stufe 6 das Ergebnis jahrelanger Ausbildung. Damit zwei vollständige Gruppen antreten konnten, wurden wir durch Ergänzungsteilnehmer aufgefüllt, die selbst kein Abzeichen erhalten.

Eine Woche lang haben uns mehrere Ausbilder unserer Feuerwehr auf die Abnahme vorbereitet. Dann galt es, vor den Schiedsrichtern Johann Roch, Jürgen Mayr und Tobias Reiber zu bestehen. Sie bewerten nicht die Rekordzeit, sondern ob die Gruppe geordnet und fehlerfrei arbeitet, und zwar innerhalb einer festgelegten Höchstzeit.

Von der Kreisbrandinspektion war Kreisbrandmeister Michael Rüger anwesend, außerdem unser Kommandant Roland Schweier und Bürgermeister Roland Wagner. Alle drei lobten uns für unser Engagement und die bestandene Prüfung. Abschließend lud die Gemeinde Ettringen noch zum gemeinsamen Essen ins Gasthaus Kreuz in Siebnach ein.

 

Author: Sabine

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