Jugendfeuerwehr legt Wissenstest ab
Okt06

Jugendfeuerwehr legt Wissenstest ab

Was ist die Feuerwehr? Welche Aufgaben hat sie? Welche Rechte und Pflichten hat ein Feuerwehrdienstleistender? Worin besteht der Unterschied zwischen der aktiven Feuerwehr und dem Verein? Jeder Jugendliche, der neu bei der Freiwilligen Feuerwehr anfängt, wird mit diesen und mehr Fragen zwangsläufig konfrontiert. Um sich in diesem Neuland zurecht zu finden brauchen die sie eine Orientierungshilfe. Diesem Thema „Organisation der Feuerwehr und Jugendschutz“ widmete sich der diesjährige Wissenstest, den die Jugendfeuerwehr Siebnach letzten Dienstag abgelegt hat. Der Wissenstest ist eine schriftliche Prüfung, die jährlich von der Bayerischen Jugendfeuerwehr zu einem anderen Thema heraus gegeben wird. Besteht ein Jugendfeuerwehrmitglied diesen Test, erhält er ein Abzeichen, das es in verschiedenen Stufen gibt (Bronze beim ersten Mal, Silber beim zweiten und Gold beim dritten Mal). Elf unserer Mädchen und Jungen haben sich unter Leitung von Ausbilderin Anna Weber vorbereitet und die beiden Themen „Organisation“ und „Jugendschutz“ abgearbeitet. Dann kam der Tag der Prüfung und nach einer halben Stunde ging es für die Ausbilder schon an die Auswertung der Testbögen. Schnell wurde klar, dass auch in diesem Jahr wieder alle Siebnacher Jugendlichen den Test mit Bravour bestanden hatten und so konnte Ausbilderin Anna Weber zum Schluss vier Mal das Abzeichen in Bronze, drei Mal in Silber und ein Mal in Gold Verleihen. Drei Jugendfeuerwehrler legten den Test bereits zum vierten Mal ab, sie erhalten eine vom Kreisbrandrat unterzeichnete Urkunde. Jugendwart Tobias Reiber lobte die Jugendlichen für die souveräne und disziplinierte Durchführung des Tests und bedankte sich bei Anna Weber für die Vorbereitung. Kommandant Roland Schweier bedankte sich ebenfalls für das große Engagement und wünschte sich das so auch für die...

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Führungsdienstgrade besuchen ILS
Dez10

Führungsdienstgrade besuchen ILS

Am 10. Dezember besuchten die Kommandanten und Gruppenführer der Feuerwehr Siebnach zusammen mit weiteren Führungsdienstgraden aus Türkheim und Rammingen die Integrierte Leitstelle Donau-Iller (ILS) in Krumbach. Die Leitstelle ist zuständig für die Alarmierung und Koordination des Rettungswesens in den Landkreisen Unterallgäu, Günzburg, Neu-Ulm sowie in der Stadt Memmingen. Seit der Einführung dieser Einrichtung im November 2011 hat sich für die Feuerwehr viel verändert – speziell im Bereich der Alarmreihenfolge wurde durch das neue System vieles komplexer, aber auch schneller und sinnvoller. Zuerst erfuhren wir vom zuständigen Ansprechpartner für Öffentlichkeitsarbeit, Christian Schröder, in einem Vortrag interessante Details zur Entstehung der Integrierten Leitstelle, deren Organisation und nicht zuletzt zu den zahlreichen Aufgaben, die die Disponenten an den Terminals Tag für Tag abarbeiten. Hierzu gehören neben der Annahme des Notrufs 112 für den gesamten Zuständigkeitsbereich auch die Alarmierung von Feuerwehren und Rettungsdienst und die Koordination der Einsätze. Die ILS ist ebenfalls zuständig für die Abstimmung von Krankentransporten und im Katastrophenfall auch für die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren, Rettungsdienst und dem THW oder auch Wasserrettung, Krisenintervention und anderer Dienste. Nach dem Vortrag konnten wir an einem Annahmeplatz einige angenommene Einsätze im eigenen Einsatzgebiet durchspielen. Hierzu wurde das System in den Testbetrieb geschalten und man konnte gut sehen, welche Feuerwehren mit welchem Material im Ernstfall alarmiert werden würden. Gerade für die Kommandanten und Gruppenführer war diese Simulation sehr aufschlussreich, da es aufgrund der Landkreisgrenze zu Augsburg doch einige offene Fragen gab die am Simulator beantwortet werden konnten. Zuletzt besuchten wir den Kontrollraum, in dem die insgesamt rund 20 Disponenten im Schichtbetrieb ihre Einsätze abarbeiten. Dieser Raum verfügt über modernste Funk-, Kommunikations- und Medientechnik. Jeder der sechs Abnahme- und Abfrageplätze besteht aus zahlreichen Monitoren, über die gleichzeitig Kartendaten des Einsatzortes, Übersichten der alarmierten Einheiten und sonstige Daten angezeigt werden. Wir konnten live erleben, wie dort Notrufe angenommen und die zuständigen Kräfte alarmiert wurden. Zwischen den Einsätzen standen uns die Disponenten Rede und Antwort und konnten uns zahlreichen Fragen beantworten. Insgesamt war der Besuch bei der Integrierten Leitstelle sehr interessant, da wir endlich mal erleben konnten, was am „anderen Ende“ des Funks so vor und während unserer Einsätze passiert....

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Workshop „Patientengerechte Unfallrettung“
Apr10

Workshop „Patientengerechte Unfallrettung“

Sicheres Handling und umfangreiches Hintergrundwissen über Gerätschaften und Rettungssysteme ist im Einsatz Grundlage für eine patientengerechte Unfallrettung. Wo dank Hydraulik rohe Kräfte walten ist dennoch Präzisionsarbeit gefragt. Um auf diesem Themengebiet eine schonende, patientengerechte und effektive Rettung durchführen zu können, durften wir zusammen mit der Feuerwehr Ettringen an einem Tagesseminar der Firma WEBER RESCUE teilnehmen. Im theoretischen Teil am Vormittag ging es zunächst um die Grundlagen der Unfallrettung sowie um Rettungstechniken und Taktiken. Die Ausbilder der Firma Weber beschäftigten sich auch intensiv mit dem Thema „Fahrzeugsicherheit“. Diese hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert. Gut für die Insassen – schlecht für die Retter, die sich mit immer besseren Materialien und ausgefeilterer Technologie auseinandersetzen müssen. So sind mittlerweile viele Verstrebungen im Fahrzeugrahmen mit hochfesten Materialien verstärkt, die sich mit älteren Rettungsgeräten kaum noch schneiden lassen. Auch die zahlreichen Airbags, deren Gaskartuschen im Cassis verteilt sind, stellen die Feuerwehr vor eine Herausforderung. Es muss genau erkundet werden, wo Schere und Spreizer angesetzt werden können, um nicht aus Versehen eine solche Kartusche zu durchtrennen. Vorplatz gleicht einem Schrottfeld Nach einer kurzen Mittagspause folgte dann die Stationsausbildung auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses in Ettringen. Drei Übungsszenarien waren von den Ausbildern vorbereitet worden: ein Auto lag auf dem Dach, ein weiteres auf der Seite und ein drittes Fahrzeug stand auf den Rädern. Bei allen Fahrzeugen wurde von einer eingeklemmten Person – simuliert durch eine Übungspuppe – ausgegangen. Bei allen Stationen stand die Patientengerechte Rettung im Vordergrund Zusammen in der Gruppe wurde das richtige Vorgehen diskutiert und anschließend wurden Schere und Spreizer angesetzt, um über den Kofferaum oder das Dach eine Erstversorgung der eingeklemmten Person zu ermöglichen und dann Rettungsöffnungen zu schaffen. Nach einigen Stunden Training waren von den Übungsfahrzeugen nur nicht mehr viel übrig. Der Vorplatz des Feuerwehrhauses hatte sich in ein Schrottfeld aus Metall und Glasscherben verwandelt. Zum Abschluss dieses interessanten Tages fand noch eine Besprechung mit den Ausbildern statt. Links: Artikel auf new-facts.eu Homepage der WEBER rescue days 2013 Homepage der Feuerwehr...

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